DIE BAUTEILE DER UHRWERKE. UND IHRE HERSTELLER.
Alle qualitätsbestimmenden Teile eines Lange-Uhrwerks entstehen in der Lange’schen Manufaktur im sächsischen Glashütte. In der Teilefertigung werden zunächst die Rohteile für Platinen, Brücken, Hebel, Federn, Räder und Triebe hergestellt. Danach werden sämtliche Bohrungen und Kanten der Teile von Hand entgratet und einem sehr exakten optischen Messverfahren unterzogen.
Bereits hier beginnt nun, was sich wie ein roter Faden durch den gesamten Herstellungsprozess zieht: Bearbeiten und Messen – die ausführenden Hände und das immer wieder prüfende Auge der Lange’schen Meisteruhrmacher gehören untrennbar zusammen.
DIE TEILEFERTIGUNG.
Das Uhrwerk einer Lange-Uhr ist eine kleine Hochleistungsmaschine mit mehreren Hundert Teilen. Um den exakten Gang des Ganzen zu ermöglichen, ist höchste Präzision bei der Herstellung jedes einzelnen Bauteils vonnöten. Dazu nutzen die Lange’schen Meister moderne Fräs- und Drahterosionsmaschinen, die nur geringste Toleranzen bei der Teilefertigung zulassen.
Immer wieder kontrollieren sie, ob die ausgeführten Arbeiten ihren engen Vorgaben entsprechen. Bis zu zehn Arbeitsgänge muss beispielsweise eine Werkplatte durchlaufen, bis alle Ausfräsungen, Bohrungen und Gewinde ausgeführt sind. Dabei darf nicht ein einziges Werkzeug, das eine CNC-Einheit benutzt, falsch justiert oder abgenutzt sein. Die ganze Arbeit wäre umsonst gewesen.
BEARBEITEN UND MESSEN.
Wo Metall gefräst und gebohrt wird, entstehen Grate. Sämtliche Bohrungen und Kanten eines Bauteils werden deshalb sorgfältig entgratet. Dies geschieht bei Lange ausschließlich von Hand: Denn keine Maschine kann das so gut leisten wie die geschickten Hände
der Lange’schen Meisteruhrmacher.
Anschließend werden die Bauteile exakt vermessen. Im Messzentrum stehen den Lange’schen Meistern dazu beispielsweise ein Profilprojektor und ein Video-Laser-Messgerät zur Verfügung. Auf einer Werkplatte können über hundert Bohrungen vorhanden sein: Diese können damit auf eine Genauigkeit von bis zu einem Zehntel eines Mikrometers überprüft werden.
FÜHRUNG IN DER NÄCHSTEN ABTEILUNG FORTSETZEN