DIE VIERTE GENERATION DER UHRMACHER-DYNASTIE.
Die wechselvollen Jahre nach dem Ersten Weltkrieg hatte die Familie Lange mit viel uhrmacherischem Können und kaufmännischem Geschick gemeistert. Die Teilung Deutschlands und die Enteignung der Manufaktur nach dem Zweiten Weltkrieg sorgten jedoch für eine
über 40 Jahre dauernde Unterbrechung der Erfolgsgeschichte von
A. Lange & Söhne. Und erst die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten ermöglichte es Walter Lange, die große Familientradition fortzusetzen.
ZERSTÖRUNG UND ENTEIGNUNG DER MANUFAKTUR.
Walter Lange, der Urenkel Ferdinand A. Langes, wurde am 29. Juli 1924 geboren und hatte seine Uhrmacherausbildung kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges begonnen. Wie alle jungen Männer wurde er jedoch einberufen. Nachdem er schwer verwundet aus dem Krieg zurückgekehrt war, musste er zunächst die Zerstörung der elterlichen Manufaktur durch eine Fliegerbombe und wenige Jahre später deren Enteignung miterleben. Einer Arbeitsverpflichtung zum Uranbergbau entzog er sich schließlich durch die Flucht in den Westen
NEUGRÜNDUNG DER MANUFAKTUR DURCH WALTER LANGE.
Seine Heimat hatte Walter Lange nie vergessen. Und als im Herbst 1989 die Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland fiel, begab er sich umgehend auf den Weg nach Glashütte. Den Menschen in seiner Heimat stand nach dem Zusammenbruch des ostdeutschen Staates eine unsichere Zukunft bevor. Umso mehr lag es Walter Lange am Herzen, ihnen wieder eine Perspektive zu geben. So gründete er das Unternehmen am 7. Dezember 1990 ein zweites Mal – auf den Tag genau 145 Jahre nach der Pioniertat seines Urgroßvaters.
DIE ERSTEN LANGE-UHREN DER NEUZEIT.
Mit einer Handvoll Mitarbeiter ging er sofort an die Entwicklung und den Bau der ersten Lange-Uhren der Neuzeit. Nur vier Jahre später konnte er dann seine erste Armbanduhren-Kollektion vorstellen: die LANGE 1, die SAXONIA, das TOURBILLON „Pour le Mérite“ und die ARKADE. Dank des Erfolgs der neuen Zeitmesser wurden in Glashütte bald weitere Mitarbeiter eingestellt. Und so entwickelte sich die Stadt langsam wieder zum Zentrum der deutschen Feinuhrmacherei.
ARBEITEN BEI A. LANGE & SÖHNE
DAS ZENTRUM DER DEUTSCHEN FEINUHRMACHEREI