MANUELLE POLITUREN – GLANZPUNKTE LANGE’SCHER HANDWERKSKUNST.

Die verschiedenen Polituren gehören zu den anspruchsvollsten Vollendungsformen eines Lange-Uhrwerks. Dabei ist nicht nur die dafür aufgewendete Zeit erstaunlich, sondern auch das Können der Lange’schen Finisseure. So verlangt es beispielsweise mehrere Monate Übung, bis eine Flachpolitur vollendet hergestellt werden kann.

Nur ein geschultes Auge und enormes Fingerspitzengefühl ermöglichen dies. Eine Maschine ist dazu gar nicht in der Lage: Denn diese kann eine polierte Kante weder harmonisch auslaufen lassen – noch deren Winkel verändern, um eine optisch gleichbleibende Breite zu erzeugen. Und sie kann eine polierte Fläche auch nicht wieder und wieder prüfen, um ein perfektes Ergebnis zu erreichen.

DIE POLITUR VON INNENECKEN.

Welcher Vollendungsstufe ein Zeitmesser angehört, äußert sich in einem dezenten, aber umso aussagekräftigeren Detail. Und so richten Uhrenkenner ihren Blick zuerst auf die Innenecken von Brücken und Hebeln. Weisen sie eine präzise, kantige Form auf, sind sie zweifelsfrei von Hand poliert. Denn nur ein Mensch kann die dafür erforderliche, lineare Schleifbewegung ausführen. Ist ihre Form dagegen abgerundet, muss man von einer maschinellen Dekoration ausgehen.

Zur Politur der Innenecken nutzen die Finisseure von Lange ein bleistiftähnliches Werkzeug aus Hartmetall. Damit werden die Innenecken von Hand geschnitten und vollendet.